Musterstück
Jeder von uns kennt es. Vielleicht von einem edlen Hemd, vielleicht von schicken Gardinen, vielleicht von einem wertvollen Teppich – Paisley ist eines der berühmtesten Muster und seit Jahrhunderten nicht mehr aus der Fashionwelt wegzudenken.
Auch in diesem Jahr sieht man das orientalisch angehauchte Paisley Muster wieder viel auf Männerhemden, Seidentüchern oder It-Bags. Dabei stammt das Paisley Muster namentlich nicht aus dem Orient, sondern aus der schottischen Stadt Paisley, die im 19. Jahrhundert ein wichtiges Textilzentrum war.
Doch was macht Paisley Muster eigentlich aus? Es gibt unzählig viele verschieden Muster, die sich in Form und Farbe unterscheiden. Die Grundform bleibt allerdings immer gleich: Ein spitzzulaufendes Blatt mit gebogenem Ende und verschiedenen Verzierungen.
Das weltbekannte Paisley Muster hat zwar seinen Namen aus Schottland, kommt aber ursprünglich wirklich aus dem Orient, besser gesagt aus dem persischen Sassadinenreich. Soldaten brachten der Königin Viktoria Cashmere Schals mit Paisley Muster mit und sie war so begeistert, das sie die Tücher gleich zum Modetrend machte. Allerdings konnte sich längst nicht jeder die teuren Stoffe aus dem Osten leisten, sodass ansässige Schneider die Muster kopierten und modifizierten.
Paisley wird nicht nur als Bekleidungsstoff verwendet, sondern wird auch viel als Dekostoff für Kissenbezüge und Bettwäsche eingesetzt. Herren mögen das Muster dezent als Krawatte oder auffällig als Hemdenstoff.
Übrigens, im Städtchen Paisley ist dem schönen Muster ein ganzes Museum gewidmet, das wertvolle Decken und Tücher ausstellt. Lust bekommen? Dann entweder nach Paisley reisen oder Paisley shoppen, zum Beispiel als traumhafte Seidenbluse… Viel Spaß!



