Kaum ein anderes Material wird so häufig und so heftig diskutiert wie Pelz. Die einen vergöttern Pelz wegen seiner Weichheit und seines exklusiven Äußeren, die anderen würden eher nackt als mit Pelz vor die Haustür gehen und verachten all diejenigen, die sich mit ihm schmücken. Ob Pelz ja oder nein, das muss im Endeffekt jeder mit seinem Gewissen vereinbaren. Eines ist zumindest sicher: Wer Pelz liebt, der muss nicht unbedingt zum Echtpelz greifen. Es gibt bereits tolle Alternativen…
Der Webpelz, oder auch Kunstpelz genannt, wird aus rein synthetischen Fasern hergestellt und ist somit frei von tierischem Fell und Pelz. Kunstpelz ist dadurch nicht nur tierfreundlich, sondern auch günstiger als echter Pelz. Vielleicht ist er ja auch für Sie eine echte Alternative…
In diesem Jahr ist Pelz und Fell wieder absolut angesagt – zum Grauen vieler Tierfreunde. Verständlicher Weise. Denn um Pelz zu gewinnen muss er Tieren vom Fleisch gezogen werden, nicht selten leben die Tiere dabei noch. Zusätzlich werden die Tiere wie Nerz, Kaninchen, Fuchs und Hermelin selten artgerecht gehalten und oft gequält. Weiteres Problem – durch den neuen Pelztrend werden auch wieder Tiere gejagt, die eigentlich unter Naturschutz stehen. Natürlich ist es nicht erlaubt, diese Tiere zu jagen – doch sobald es einen Käufer gibt, gibt es meist auch einen Markt.
Damit sich auch Tierfreunde im Winter einkuscheln können, greifen viele Modelabels zu künstlichen Pelz. Optisch unterscheidet sich der Kunstpelz kaum vom echten Pelz und auch vom Griff her ist der Kunstpelz nur von echten Kennern unterscheiden. Mit ein paar Tricks können Sie jedoch trotzdem schnell feststellen, ob ein Pelz aus Echt- oder Kunsthaar besteht:
Im Echtpelz lässt sich meist eine Unterwolle ausmachen, die besonders fein und flauschig ist. Zudem bewegt sich Echtpelz schon bei leichtem Wind. Hauchen Sie daher über den Pelz – bewegt er sich, dann handelt es sich
wahrscheinlich um Echtpelz. Wenn Sie die Haare des Pelzes auseinander ziehen dann sehen Sie, woran die Haare befestigt sind. Handelt es sich um eine Lederhaut, dann ist der Pelz echt. Wenn die Haare an einem Stück Stoff geknüpft sind, dann ist es in Kunstpelz.
Sie sind sich noch immer nicht sicher, um was für einen Pelz es sich handelt, echt oder unecht? Dann hilft nur noch die Brennprobe. Versengen Sie ein paar Haare des Pelzes, vorsichtig. Riecht es nach verbranntem Haar, dann handelt es sich um einen Echtpelz. Riecht es aber nach Synthetik, dann haben Sie einen Kunstpelz vorliegen.
Echten vom unechten Pelz auf dem ersten Blick zu unterscheiden, das fällt immer schwerer. Pelzimitate werden immer besser und Pelzähnlicher. Zum Glück. Denn für diesen Pelz müssen keine kleinen Nager qualvoll sterben, sondern höchstens ein paar Teddybären. Trotzdem sieht er genauso schön aus wie Pelz und kuschelt uns im Winter wunderbar ein. Ganz ohne Tierquälerei.





[...] Passt ja auch wie die Faust aufs Auge. Wichtig finde ich zum Beispiel, dass auch einmal das Thema Kunstpelz gebloggt wird. Ich finde es persönlich recht wichtig, dass neben der PeTA-Kampagne auch die andere [...]
ich werde nie mehr echten Pelz tragen !
Und die namhaften Modedesigner müssen einsehen, was sie da anrichten.
So manchem sollte man das Fell über die Ohren ziehen, bei lebendigem Leibe.